Der Anteil allein zu Hause lebender älterer Menschen nimmt durch den demographischen und gesellschaftlichen Wandel stetig zu. Einsamkeitsgefühle und kognitive Beeinträchtigungen können die Alltagsbewältigung erheblich erschweren. Viele ältere Menschen ziehen den Verbleib in der eigenen Häuslichkeit einem Leben im Seniorenheim vor — doch persönliche Unterstützung durch Familie oder Freunde ist nicht immer verfügbar, und ambulante Pflegedienste sind vielfach überlastet.
Im Projekt DiGeWohl entwickeln wir partizipativ einen mobilen Gefährten in der Gestalt eines Roboterhundes, mit dem Nutzende über große Sprachmodelle in natürlicher, deutscher Sprache kommunizieren können. Der Roboterhund soll praktische Unterstützung leisten — etwa bei Fragen zum Medikamentenplan oder zur Terminorganisation — und gleichzeitig Unterhaltungen über alltägliche sowie biografisch relevante Themen ermöglichen.
Die Entwicklung erfolgt in einem interdisziplinären und partizipativen Prozess. Gemeinsam mit älteren Menschen sowie Praxispartnern aus Wohnen, Altenhilfe und Seniorenarbeit werden in Co-Creation-Workshops konkrete Bedürfnisse, Erwartungen und Anforderungen erarbeitet.
Datenschutz, ethische Fragestellungen sowie Aspekte der Nutzerfreundlichkeit werden dabei von Beginn an berücksichtigt und in die Entwicklung integriert.Um eine möglichst individuelle und vertrauensvolle Interaktion zu ermöglichen, werden personalisierte Sprach- und Gedächtnisfunktionen entwickelt und an die besonderen Bedürfnisse der Zielgruppe angepasst.
Der mobile Begleiter wird anschließend in realen Wohnsituationen getestet, evaluiert und kontinuierlich gemeinsam mit den Nutzenden weiterentwickelt. Ergänzend ist die Begleitung durch geschulte Ehrenamtliche vorgesehen, um die Einführung der Technologie zu unterstützen, Berührungsängste abzubauen und die langfristige Nutzung im Alltag zu fördern
