Unsere Projektpartner
Partner aus Forschung, Praxis und Gesellschaft
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ambet e.V. Braunschweig |
Neuland Wolfsburg |
Leuphana Universität Lüneburg |
Seniorenservicebüro Wolfenbüttel |
ambet e.V.
Ambulante Betreuung hilfs- und pflegebedürftiger Menschen
e.V.
ambet e.V. ist ein gemeinnütziger Verein mit Sitz in Braunschweig und seit über 40 Jahren ein verlässlicher Partner für Pflege, Betreuung und soziale Teilhabe in der Region. Gegründet im Jahr 1983, hat sich ambet e.V. von einer kleinen Initiative engagierter Sozialarbeiter*innen und Pflegekräfte zu einem modernen Sozialunternehmen mit mehr als 300 Mitarbeitenden entwickelt. Jährlich begleitet und unterstützt der Verein über 2.500 Menschen mit individuellen Hilfs- und Betreuungsangeboten.
Im Mittelpunkt unserer Arbeit stehen ältere Menschen, pflegebedürftige Personen sowie Menschen mit psychischen Erkrankungen. Ziel von ambet e.V. ist es, Menschen in ihrer Selbstständigkeit, Würde und Lebensqualität zu stärken und ihnen eine möglichst selbstbestimmte Teilhabe am gesellschaftlichen Leben zu ermöglichen. Dabei orientiert sich unser Verein an den Werten Respekt, Verantwortung, Vertrauen und Menschlichkeit.
Das Angebot von ambet e.V. umfasst ein breites Spektrum sozialer Dienstleistungen. Dazu gehören ambulante Pflege, psychiatrische Krankenpflege, Soziotherapie, soziale Teilhabe und Assistenz, betreute Wohnformen, Ergotherapie sowie Beratungsangebote für erkrankte Menschen sowie deren An- und Zugehörige. Ergänzt wird das Angebot durch Nachbarschaftshilfe, Hausnotruf, Fortbildungsangebote und innovative Projekte im Bereich gemeinschaftliches Wohnen. In Braunschweig und Salzgitter betreibt ambet e.V. zwei Pflegeheime für Menschen mit Demenz. Wir sind Mitglied im Paritätischen Wohlfahrtsverband Niedersachsen e.V.
Besonderen Wert legen wir auf eine individuelle und ganzheitliche Betreuung. Die Menschen stehen mit ihren persönlichen Bedürfnissen, Fähigkeiten und Lebensgeschichten im Mittelpunkt. Durch professionelle Beratung, qualifizierte Pflege und soziale Unterstützung schafft der Verein verlässliche Strukturen für ein würdevolles Leben im Alter oder bei gesundheitlichen Einschränkungen.
Darüber hinaus engagiert sich ambet e.V. aktiv im Gemeinwesen der Region Braunschweig. Projekte wie die „Glücksquelle“ oder die Begegnungsstätte „Achilles Hof“ in Watenbüttel fördern Begegnung, gegenseitige Unterstützung und gesellschaftliche Teilhabe. Gemeinsam mit Partnern, Ehrenamtlichen und Angehörigen setzt sich der Verein für ein solidarisches und lebenswertes Miteinander ein.
Mit unserer langjährigen Erfahrung, dem vielfältigen Angebot und unseren engagierten Mitarbeiter*innen ist ambet heute eine feste Größe im sozialen und pflegerischen Bereich in Braunschweig und Umgebung.
Der demografische Wandel ist für alle Anbieter von sozialen- oder pflegerischen Dienstleistungen eine riesige Herausforderung. Den steigenden Bedarfen steht eine stetig sinkende Zahl von Fachkräften gegenüber. Besonders im Bereich Pflege und Betreuung sind aktuell schon große Defizite vorhanden, die in den nächsten Jahren dramatisch steigen werden. Hilfsbedürftige Menschen werden zunehmend auf die Unterstützung ihrer Familien oder ihres sozialen Umfeldes angewiesen sein. Sozial isolierte Menschen oder Menschen ohne familiäres Netzwerk drohen dabei ins Abseits zu geraten. Das Ermöglichen des selbstständigen und selbstbestimmten Lebens im vertrauten Wohnumfeld ist ein wesentliches Ziel unserer Arbeit. Das Projekt der HAW Ostfalia Hochschule für angewandte Wissenschaften und der Leuphana Universität Lüneburg, diese Personengruppe durch den Einsatz von KI unterstützter Assistenz in ihrer Selbstständigkeit zu unterstützen, begrüßen wir vor diesem Hintergrund ausdrücklich!
Rolle im Projekt
ambet e.V. bringt seine langjährige Expertise in der ambulanten Pflege und Betreuung älterer Menschen in das Projekt ein und begleitet die Co-Creation-Workshops sowie die Evaluation des Prototyps aus pflegerischer und gerontopsychiatrischer Perspektive.
Neuland
Wohnungsgesellschaft mbH
Die Neuland wurde am 2. November 1938 gegründet und ist als Unternehmen in kommunaler Trägerschaft fest in Wolfsburg etabliert. Mit der Bewirtschaftung von rund 11.500 Mietwohnungen, 98 gepachteten Wohnungen sowie 234 gewerblichen Einheiten mit insgesamt etwa 44.000 m² Laden- und Bürofläche zählt sie zu den zentralen Akteuren des örtlichen Immobilienmarktes und übernimmt eine wesentliche Verantwortung für die städtische Wohn- und Versorgungsstruktur.
Rund 300 Mitarbeitende in Verwaltung und Bauhof sorgen mit hoher fachlicher Kompetenz und großem Engagement für die ganzheitliche Betreuung des Immobilienbestands – von der Vermietung über den technischen Service bis hin zur nachhaltigen Weiterentwicklung der Gebäude und Quartiere.
Wolfsburg steht – wie viele Kommunen – vor einem deutlichen demografischen Wandel: Aktuell sind rund 28.700 der etwa 129.000 Einwohner*innen 65 Jahre oder älter, was einem Bevölkerungsanteil von rund 22 Prozent entspricht. Im Wohnungsbestand der Neuland liegt dieser Anteil sogar bei etwa 30 Prozent. Besonders dynamisch wächst dabei die Gruppe der Hochaltrigen, was erhebliche Herausforderungen für die Bereiche Wohnen, Pflege und soziale Infrastruktur mit sich bringt.
Für die Neuland als kommunales Wohnungsunternehmen rückt damit eine zentrale Fragestellung in den Fokus: Nicht allein die Frage nach seniorengerechtem Bauen ist entscheidend, sondern vor allem, wie es gelingen kann, Mieter*innen ein selbstständiges Wohnen über einen Zeitraum von zehn bis fünfzehn Jahren länger in der eigenen Wohnung zu ermöglichen. Die Verlängerung der Verweildauer im vertrauten Wohnumfeld ist dabei ein wesentlicher Beitrag zu Lebensqualität sowie sozialer Stabilität.
Vor diesem Hintergrund begrüßt die Neuland ausdrücklich die Initiative der HAW Ostfalia Hochschule für angewandte Wissenschaften und der Leuphana Universität Lüneburg. Das Vorhaben bietet ein hohes Potenzial, die KI-Forschung auf regionaler, nationaler und europäischer Ebene zu stärken und zugleich den praxisnahen Wissenstransfer zwischen Wissenschaft und regionaler Wirtschaft nachhaltig voranzubringen.
Rolle im Projekt
Die Neuland beteiligt sich daher aktiv am FuE-Projekt der HAW Ostfalia „DiGeWohl – Partizipative Entwicklung und Erprobung eines dialogbasierten Gefährten zur Unterstützung des selbstbestimmten Wohnens im Alter“ unter der Projektleitung von Prof. Dr.-Ing. Dagmar Meyer. Die Erprobung der entwickelten Lösung erfolgt in eigenen Wohnanlagen sowie in zwei ambulant betreuten Pflegewohngemeinschaften.
Durch die enge Einbindung der Mieter*innen und die Einbringung von über 30 Jahren Erfahrung in der Wohnraumberatung sowie in der Begleitung von Wohngemeinschaften für Menschen mit Demenz leistet die Neuland einen wesentlichen Beitrag zur praxisnahen und partizipativen Weiterentwicklung der Technologie.
Ziel ist es, digitale Unterstützungsangebote zu schaffen, die die Lebensqualität älterer Menschen spürbar erhöhen und ein selbstbestimmtes Leben im eigenen Zuhause langfristig ermöglichen. Gleichzeitig eröffnet der interdisziplinäre Ansatz die Chance, einen nachhaltigen Mehrwert sowohl für die Mieter*innen als auch für die Stadtgesellschaft zu generieren.
Leuphana Universität / Prof. Dr. Ricardo Usbeck
Assoziierte Partner
Als assoziierter Partner bringt Prof. Dr. Ricardo Usbeck von der Leuphana Universität Lüneburg seine wissenschaftliche Expertise in das Projekt DiGeWohl ein. Als Professor für Wirtschaftsinformatik mit dem Schwerpunkt Künstliche Intelligenz und Erklärbarkeit leitet er nationale und internationale Forschungsprojekte in den Bereichen Wissensgraphen, große Sprachmodelle (LLMs), Chatbots und KI für soziale Anwendungen.
Zu seinen Forschungsprojekten zählt unter anderem das europäisch-japanische Projekt „e-VITA“ (EU Japan Virtual Coach for Smart Ageing), das digitale Lösungen zur Förderung des Wohlbefindens älterer Menschen entwickelte. Im Mittelpunkt standen dabei unter anderem konversationsbasierte Assistenzsysteme und intelligente Sensorsysteme.
Rolle im Projekt
Im Projekt DiGeWohl unterstützt Prof. Dr. Usbeck das Projektteam insbesondere mit seiner Expertise zu großen Sprachmodellen, Wissensgraphen sowie Methoden der Wissensinjektion und personalisierten KI-Interaktion.
Seniorenservicebüro der Stadt Wolfenbüttel
Kommunaler Partner
Besonderes Augenmerk legt die Stadt auf die Unterstützung ihrer älteren Mitbürgerinnen und Mitbürger. Das bereits im November 2008 eingerichtete Seniorenservicebüro ist hierbei ein zentraler Baustein. Es dient als unabhängige Anlaufstelle für Senioren, Angehörige und Anbieter von Unterstützungsleistungen.
Das Ziel des Büros ist es, die Selbstständigkeit und Lebensqualität im Alter zu bewahren und setzt sich für ein gutes Altern und die Teilhabe aller älteren Menschen am Leben in der Gemeinschaft ein. Neben der Funktion als Netzwerkpartner und dem Aufzeigen wohnortnaher Hilfs- und Unterstützungsangebote werden u.a. auch folgende konkrete Angebote vorgehalten:
- Formularhilfen (u.a. Pflegeanträge, Schwerbehindertenanträge)
- Pflege- und Demenzberatung
- Beratung bei der Erstellung von Vorsorgevollmachten, Patientenverfügungen
- Aufzeigen von Gesundheits- und Freizeitangeboten
- Durchführung von Kultur- und Informationsveranstaltungen
Durch diese bürgernahe Infrastruktur stellt Wolfenbüttel sicher, dass die Bedürfnisse der älteren Generation ernst genommen werden und ein würdevolles, gut versorgtes Leben in der vertrauten Umgebung möglich bleibt.
Rolle im Projekt
Die Stadt Wolfenbüttel freut sich als Hochschulstandort über das Seniorenservicebüro am FuE-Projekt der HAW Ostfalia „DiGeWohl – Partizipative Entwicklung und Erprobung eines dialogbasierten Gefährten zur Unterstützung des selbstbestimmten Wohnens im Alter“ mitwirken zu können. Über die vorhandenen Netzwerke kann und wird das Seniorenservicebüro das Projekt und die Ergebnisse kommunizieren und in eigene Veranstaltungen integrieren, um die Öffentlichkeitsarbeit zu dem Projekt regional zu unterstützen .
